Gleichnis von den gewalttätigen Winzern

 Gewalttägige Winzer wollen für einen Weinberg, in dem sie als Arbeiter tätig sind, dem Eigentümer keinen Ertrag übergeben, und sich den Weinberg schließlich komplett aneignen (Mk 12,1-11; Mt 21,33-44; Lk 20,9-18). Dafür werden Emissäre des Eigentümers, der auf seinem Eigentum besteht geschlagen, vergewaltigt und schließlich sogar umgebracht. Unter den Emissären des Eigentümers des Weinberges Gotteswort ist schließlich auch Jesus, der Sohn des Besitzers Gott, der am Ende mit Vergeltung droht. Das Gleichnis verurteilt alle diejenigen, die das Gotteswort mißbrauchen, um Gewalt auszuüben, oder zu Gewalt anzustacheln. Die prophetische Strafdrohung richtet sich an Juden wie an Heiden, an Zeloten auch im Umkreis Jesu, wie auch an Christen, die sich mit der konstantinischen Wende der Gewalt und der Macht verschrieben haben. Sie richtet sich an jeden, der die Ernte des Gotteswortes mit Gewalt und Besitzdenken verunreinigt. Diese Leute machen aus dem Weinberg, der Reich-Gottes-Metapher, ein ökonomisches Besitztum. Aber das Reich Gottes ist nichts, auf das man politische Besitzansprüche erheben könnte. Es ist der geistige Ertrag des Weinberges. Hier hat weiterhin niemand einen Besitzanspruch außer Gott selbst.

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