Gleichnis der zehn Jungfrauen

Zehn junge Bräute warten nachts auf das Auftauchen ihres Bräutigams, den Heiland (LK 17,1-13). Fünf törichte Bräute holen Öl für die Fackeln, so als ob es ein äußeres Licht bräuchte, um "dem Bräutigam entgegenzugehen". Stattdessen entscheidet die Klugheit, das innere Licht. Der Bräutigam liebt seine Braut, wenn die Liebe innerlich ist, und das Dunkel der Seele ausleuchtet. Die äußere Nacht bleibt Nacht, mit oder ohne Fackel. Die fünf klugen Bräute bereiten sich innerlich auf die Hochzeit vor. Der Heiland kennt die törichten Bräute nicht, denn sie sind im Denken nicht eins mit ihm. Daher ist er nicht bei ihnen, wenn sie sterben. Die klugen Bräute gebrauchen das Öl nicht, um in mystischer Vereinigung eins zu werden mit ihrem Bräutigam Jesus.

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